Pressemitteilungen, Raum und Infrastruktur, Wahlkampagne

Die Initiative Weber ist nicht mehr zeitgemäss

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Der Vorschlag, den Anteil an Zweitwohnungen in den Gemeinden auf 20% zu beschränken, ist realitätsfremd. Er bedroht tausende von Arbeitsplätzen in der ganzen Schweiz. Ausserdem verfehlt er das Ziel des Landschaftsschutzes.

Das Phänomen der Zweitwohnungen muss mit regionalen Lösungen, welche den Gegebenheiten vor Ort Rechnung tragen, angegangen werden. Das Bundesgesetz über die Raumplanung ist am 1. Januar 2011 in Kraft getreten. Es verpflichtet die Kantone und Gemeinden gemeinsam entsprechende Massnahmen zu treffen. Hervorragende Ideen wurden bereits umgesetzt: Kontingentierung, Schutz der Erstwohnungen, Ansporn zu touristischer Nutzung, regionale Konzepte, etc. Die Praxis zeigt den Erfolg dieser lokalen und differenzierten Massnahmen. Die übertriebene und einschränkende Initiative stellt diese in Frage.

Kontraproduktive Massnahme

Die vorgeschlagene Massnahme wird das Problem der Zweitwohnungen auf die nicht touristischen Gemeinden, welche noch unter dem Wert von 20% liegen, verlagern. Das heisst in der Praxis, dass die Initiative die Zersiedelung, die Bodenbeanspruchung sowie den Druck auf die Infrastrukturen verstärken wird. Ausserdem haben die Ortsansässigen, welche bereits heute mit hohen Preisen in den Tourismusorten konfrontiert sind, keine Ausweichmöglichkeiten mehr: die starke Nachfrage nach Zweitwohnungen reduziert das Angebot nach Erstwohnungen und hat einen Anstieg der Zahl der Ferienwohnungen in den traditionellen Tourismusgemeinden zur Folge.

Grosse wirtschaftliche Risiken

Für zahlreiche Gemeinden  bedeutet die Annahme der Initiative ein kompletter Baustop während mehrerer Jahrzehnte. Eine beachtliche Zunahme der Arbeitslosigkeit in allen mit der Baubranche in Verbindung stehenden Branchen ist die Folge. Im Wallis stellen der Rohbau und die Zweitbauten alleine 15% der wirtschaftlichen Aktivitäten dar. Die Initiative wäre ein herber Schlag für die Rand- und Berggebiete, ihre KMU und deren Arbeitnehmer.

Für die dem Tourismus nahestehenden Branchen ist das Risiko ebenso beachtlich. 83% der Zweitwohnungen sind in Schweizer Besitz. Diese Kundschaft hat in schwierigen Zeiten, so zum Beispiel in den Zeiten des starken Frankens, eine stark stabilisierende Wirkung. Ein genereller Baustopp hätte eine Abwanderung zu unseren alpinen Konkurrenten wie Frankreich oder Österreich zur Folge.

Aus all diesen Gründen rufen wir Sie dazu auf, die Volksinitiative «  Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen » mit einem NEIN zu verwerfen.