Energie und Umwelt, Pressemitteilungen

Die WIHK gegen die CO2 Abgabe

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Die Entscheidung des Ständerats eine CO2 Abgabe von 28 Rp. pro Liter auf Kraftstoffe einzuführen ergibt keinen Sinn, weder wirtschaftlich noch ökologisch gesehen. Diese Massnahme ist eine harte Strafe für das Wallis, welches bereits unter der grossen Entfernung zu den Märkten und einer schwierigen Topographie leidet.

Die Schweiz produziert lediglich 0.2% des weltweit ausgestossenen CO2. Die ambitiöse Reduktion welche mit der Einführung einer Abgabe auf Kraftstoffe angestrebt wird, hätte somit nur eine geringe Auswirkung auf den weltweiten Ausstoss von Treibhausgasen. Hingegen käme diese Gebühr die Schweizer Haushalte und Unternehmen teuer zu stehen. „Das ist Selbstquälerei“ stellt Vincent Riesen, Direktor der Walliser Industrie- und Handelskammer, mit Bedauern fest. Ausserdem hat die Schweizer Wirtschaft den jährlichen CO2 Ausstoss durch freiwillige Massnahmen bereits um 4 Millionen Tonnen reduziert.

Das wahre Potential liegt im Ausland

Die Schweiz hat schon viele Anstrengungen unternommen um den Ausstoss zu senken. Die Kosten für die Reduktion verteuern sich mit jeder zusätzlichen Tonne. Für den Schutz des Klimas macht es mehr Sinn, in jenen Ländern, welche sich auf dem Weg der Industrialisierung befinden, einzugreifen. Dort ist das wirtschaftliche Potential noch gross und die Kosten für die Reduktion sind tiefer.

Das Wallis ist besonders betroffen

Das Wallis leidet unter seiner schwierigen Topographie. Das weitläufige und gebirgige Gebiet macht individuelle, motorisierte Transporte unumgänglich. Es ist ganz einfach unfair, tausende von Walliserinnen und Walliser welche täglich zur Arbeit fahren müssen mit unzumutbaren Abgaben zu belasten.

Ausserdem leidet unser Kanton bereits stark unter der Distanz zu den Märkten. Die Walliser Industrie und Landwirtschaft werden mit immer höheren Schwerverkehrsabgaben belastet. Diese Abgaben wiegen schwer auf den Margen der Unternehmen und behindern die Investitionen. Eine zusätzliche Abgabe auf Kraftstoffe würde ihre Wettbewerbsfähigkeit mindern. Dies hätte schlussendlich einen negativen Einfluss auf die Schaffung von Arbeitsplätzen.

« Im Kielwasser der Erhöhung der MwSt, der Sozialabgaben, der Rohstoffpreise und des starken Frankens, erreicht uns diese Massnahme im ungünstigsten Moment», fügt Bernard Bruttin, Präsiden der WIHK abschliessend hinzu.