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KMU Chefs werden in die Pfanne gehauen

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Kantonales Steuerwesen

Die Walliser Regierung bricht das Tabu der Steuererhöhungen für juristische Personen. Per Dekret erhöht sie die Steuersätze für Erschaffer von Arbeitsplätzen. Die Kürzung der Abzüge auf Dividenden betrifft hunderte von KMU Verantwortliche in unserem Kanton. Statt zu investieren, werden Sie dazu ermuntert, ihre finanziellen Mittel zu horten. Dabei sollten die Bemühungen in die entgegengesetzte Richtung gehen: die Verwendung der Reserven sollte durch ein attraktives Steuersystem gefördert werden. Der Staat würde finanziell davon profitieren.

Unter den zahlreichen Massnahmen, welche vom Staatsrat für die Einhaltung der doppelten Ausgabenbremse vorgeschlagen werden, hat eine in den Wirtschaftskreisen besonders heftige Reaktionen ausgelöst. Die Walliser Industrie- und Handelskammer, der WGV und Pro-Economy VS fordern den Grossen Rat gemeinsam auf, die Kürzung der Abzüge auf Dividenden abzulehnen.

Diese Massnahme stellt eine Steuererhöhung für einen begrenzten Personenkreis dar. Wenn dieser Versuchsballon nicht gestoppt wird, wird er zu einem beängstigenden Präzedenzfall. Vorbei mit der Priorität bei den Sparmassnahmen, willkommen der Versuchung Einkommensquellen zu generieren. Gemäss den Benchmarks ist die Steuerbelastung von juristischen Personen im Wallis bereits hoch. Sie liegt über dem landesweiten Durchschnitt. Sie noch weiter zu erhöhen schadet der Attraktivität unseres Kantons.

Ungerechte und kontraproduktive Erhöhung

Diese Massnahme ist höchst ungerecht: sie trifft ausschliesslich einen kleinen Teil der Walliser Steuerzahler. Das Dekret beinhaltet keine weiteren Erhöhungen bei der Einkommensbesteuerung. Einzig die Erschaffer von Arbeitsplätzen, Besitzer und Verantwortliche von KMU, sind betroffen. Unsere Verbände verurteilen dieses Vorgehen, in die Taschen einer kleinen Minderheit zu greifen, aufs Schärfste. Die Besteuerung von Risikobereitschaft und Unternehmergeist ist ein sehr schlechtes politisches und wirtschaftliches Signal.

Die unerwünschten Auswirkungen sind offensichtlich: die Aktionäre würden auf eine Auszahlung der Dividenden während der Dauer des Dekrets verzichten. Dieses Geld stünde der Wirtschaft somit nicht zur Verfügung. So würde nicht nur die Bemessungsgrundlage für den Staat schwinden, der Wegfall von zuzugswilligen Unternehmen hätte Auswirkungen auf sämtliche Akteure. Schlimmer noch, bereits im Wallis ansässige Unternehmen könnten sich entschliessen, in einen attraktiveren Kanton umzusiedeln. Das Resultat stände im Gegensatz zu den Erwartungen: mehr schlafendes Kapital und weniger Steuereinnahmen.

Eine profitable Strategie ist möglich

Die Walliser Wirtschaft unterstützt die strikte Respektierung eines ausgeglichenen Budgets. Wir schlagen eine alternative Strategie vor, deren Resultate für den Staat und die Gesellschaft positiv sind. Um die Steuereinnahmen aus der Dividendenverteilung zu erhöhen, müssen die Unternehmen ermutigt werden, höhere Dividenden auszuschütten. Ein zusätzlich gewährter Abzug fördert dieses Bestreben. Durch die Ermutigung der Unternehmen, überschüssige Reserven als Dividenden auszuschütten, entsteht ein doppelter Profit: eine höhere Bemessungsgrundlage für den Staat und die Zuführung von zusätzlichen Mitteln in die Privatwirtschaft.

Die Walliser Wirtschaft fordert de Grossen Rat auf, die Kürzung der Abzüge auf Dividenden abzulehnen. Vielmehr schlagen wir vor, die Abzüge bei der Besteuerung der Dividenden von 40% auf 50% zu erhöhen, und die Abzüge für Geschäftsbeteiligungen bei 50% zu belassen.