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Kantonale Initiative Zahnbehandlung

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Zusätzliche Abgaben von 45 Millionen auf dem Rücken der Berufstätigen

Die gestern Abend angekündigte kantonale Initiative verlangt eine weitere Abgabe von den Berufstätigen. Im Klartext schlägt sie vor, dass die Berufstätigen in unserem Kanton zur Kasse gebeten werden, um die Zahnbehandlung der gesamten Bevölkerung zu finanzieren. Diese Forderung ist absurd und sozial ungerecht.

Die Walliser Wirtschaft zahlt jährlich rund 9 Milliarden Franken Lohngelder an die Berufstätigen. Die von den Linken verlangte neue Abgabe, 1% dieser Lohnsumme, beläuft sich somit auf 90 Millionen Franken. Gleichmässig aufgeteilt gehen somit 45 Millionen zu Lasten der Unternehmen und 45 Millionen zu Lasten der Arbeitnehmer.

Gerechtigkeit gleich Null

Die Sozialdemokratische Partei des Wallis verspricht die kostenlose Zahnbehandlung für alle 320’000 Einwohner des Kantons. Und wer zahlt die Rechnung? Die 135’000 Berufstätigen. Der Aspekt der Gerechtigkeit dieses Antrags der Linken ist nur sehr schwer nachvollziehbar: Es ist schwer verständlich, weshalb sich Studenten und Rentner auf dem Rücken der Berufstätigen kostenlos beim Zahnarzt behandeln sollten.

Wirkung gleich Null

Der gesunde Menschenverstand ist ebenfalls verloren gegangen. Man setzt erneut auf das Giesskannenprinzip. Die Verfechter der Initiative erklären, « dass sich in der Region Léman rund 5% der Bevölkerung aus finanziellen Gründen nicht in zahnärztliche Behandlung begeben ». Anstatt sich über gezielte Massnahmen zur  Unterstützung dieser 5% Gedanken zu machen, schlägt uns die Linke vor, jährlich 90 Millionen Franken auszugeben, die auch denen zugute kommen, die sich die Behandlung leisten könnten…

Verstaatlichung, wieder und wieder

Ein so schlecht konzipierter Antrag macht sprachlos. Seine übereilte Ankündigung, nur wenige Tage vor einem Abstimmungssonntag, gleicht einer Marketingstrategie, um auch nach dem 18. Mai im Gespräch zu bleiben. Auf jeden Fall deckt sich diese Initiative mit dem Ziel der Sozialisten: eine langsame aber unaufhaltsame Verstaatlichung sämtlicher Faktoren der Medizin.