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Kantonale Verwaltungen unter der Lupe 2013

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Konstante aber langsame Verbesserung im Wallis

Sitten/Genf – Die Qualität der öffentlichen Verwaltung im Wallis verbessert sich nur langsam. Die Studie, welche von den IHK der lateinischen Schweiz durchgeführt wurde, setzt das Wallis auf den dritten Platz. Zu hohe Gebühren sowie immer kompliziertere Abläufe sind die Hauptgründe für die Unzufriedenheit der Bürger. Die Steuerverwaltung sowie die Berufsbildung zeigen gute Resultate. Das Departement für Volkswirtschaft zieht den Durchschnitt nach unten.

In den letzten sechs Jahren hat die Zufriedenheit der Unternehmen konstant zugenommen. Die Allgemeinnote der Walliser Verwaltung hat sich regelmässig verbessert. So ist sie von 6.5 im Jahr 2009 auf 6.7 im Jahr 2011 und 6.8 im Jahr 2013 angestiegen. Die WIHK lobt die vom öffentlichen Dienst unternommenen Anstrengungen und ermutigt den Kanton. « Das Wallis muss den ersten Platz in diesem Klassement anstreben, es verfügt über die nötigen Mittel » bemerkt Vincent Riesen, Direktor der WIHK.

Berufsbildung, das Wallis punktegleich auf dem 1. Platz

Die Berufsbildung in unserem Kanton belegt zusammen mit der des Kantons Tessin mit einer Note von 7.7 den ersten Platz. Diese Dienststelle hebt sich durch die Qualität seiner Abläufe von den anderen Westschweizer Kantonen ab. Sie erzielt einen hohen Zufriedenheitsgrad bei den Unternehmen. Einzige Schattenseite: die Befugnis zur Lehrlingsausbildung sowie die Qualität bei der Lösung von Problemen werden von jedem fünften Befragten beanstandet.

Die Steuerverwaltung konnte ihre Leistungen stark verbessern. Von 6.2 im Jahr 2009 sprang ihre Note auf 7.3 im Jahr 2013. Trotz dieses hervorragenden Ergebnisses liegt sie hinter den Fortschritten der Kantone Freiburg und Tessin auf dem dritten Platz. Obwohl die Abläufe oft noch als Grund zur Unzufriedenheit genannt werden, haben sich die Antwortzeiten bei Anfragen sowie die Effizienz bei der Entscheidungs-findung merklich verbessert.

Enttäuschende Leistungen des DVER

Im interkantonalen Vergleich zeigen die Leistungen des Departements für Volkswirtschaft enttäuschende Resultate. Drei Dienststellen wurden unter die Lupe genommen. Trotz grosser Anstrengungen und einer Verbesserung der Zufriedenheit schafft es das Amt für Arbeitsvermittlung nicht, vom letzten Platz wegzukommen. Die Unzufriedenheit über die Wirtschaftsförderung des Wallis bleibt stabil. Im Vergleich zu den anderen Westschweizer Kantonen ist sie im Wallis jedoch bei weitem am grössten. Das Gleiche gilt für die Dienststelle für Wirtschaft: die Zahl der Unzufriedenen hat 2013 weiter zugenommen. Sie überschreitet bereits ein Viertel der Befragten.

Die schlechte Konjunktur belastet die gesamte Gesellschaft. Wie die Wirtschaft, muss auch die Verwaltung ihre Produktivität und ihre Qualität steigern, um sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Wie in den vergangenen Jahren, werden dem Kanton sämtliche Resultate der Studie zur Verfügung gestellt. « Unsere Studie soll einen konstruktiven Beitrag leisten » erklärt Bernard Bruttin, Präsident der WIHK. Sie liefert präzise Informationen über Mängel aber auch über Erfolge. Mit dieser Aufklärung trägt sie dazu bei, bessere Rahmenbedingungen für alle zu schaffen. Eine konkurrenzfähige Verwaltung ist eine effiziente und kostengünstige Unterstützung für die Wirtschaft.

2013 Rang 2011 Rang 2009 Rang
TI 7.2 1 6.8 2
FR 7.1 2 7.1 1 6.9 1
VS 6.8 3 6.7 3 6.5 3
VD 6.7 4 6.7 3 6.6 2
JU 6.2 5 6.5 5 6.2 5
GE 6.2 5 6.4 6 6.4 4
NE 6.0 7 6.0 7 5.7 6