Pressemitteilungen, Wirtschaftsinformation

Konjunkturumfrage 2016

Event

vignette 1

starkvernetzt_300x250_DE

Vignette 2

Prise de position

pressemitteilungen

stellungnahmen

Die Grossindustrie erwirtschaftet 861 Millionen für die Walliser Wirtschaft

Die drei grossen Industriestandorte Visp, Siders und Monthey stehen für jährlich 650 Millionen Franken Lohnsumme und generieren den mehr als 1’500 Walliser Zulieferern einen Umsatz von 211 Millionen. Diese Zahlen entstammen einer ergänzenden Untersuchung zur jährlichen Konjunkturumfrage des WIHK.

Den Unternehmen zufolge, die an der gesamten Umfrage teilnahmen, fiel das Jahr 2016 besser aus als 2015, trotz des immer noch zu starken Franken, ungenügender Nachfrage und zu strenger Regeln.

Franc fort

Grossindustrie mit Gewicht

Die Walliser Grossindustrie ist ein Pfeiler unserer Wirtschaft. Die Chemie/Pharma-Branche (Monthey, Visp) und die Metallindustrie (Siders) machen über 10 % des Walliser BIP und rund drei Viertel der Exporte aus. Indirekt pumpen sie 861 Millionen Franken in das regionale Wirtschaftsgefüge (650 Millionen Lohnsumme, 211 Millionen Umsatz für örtliche Zulieferer). Die drei Standorte vereinigen rund 6’000 Arbeitsplätze.

Im Detail betrachtet verteilen sich die diversen Tätigkeiten gleichmässig im Rhonetal. Die Region Siders und Oberwallis (Postleitzahl 39xx) zählt 380 Zulieferer, die einen Umsatz von 80 Millionen generieren, im Mittelwallis und Martinach (19xx) liegen die Zahlen bei 500 zu 63 und in der Region Monthey und Chablais (18xx) steht es 670 zu 67 Millionen. Der Standort Visp verzeichnet 2’700 Arbeitsstellen, derjenige in Siders 1’300 und derjenige in Monthey 2’000.

Stand der Dinge und Besserung

Die Gesamtresultate der Befragung zeigen eine leichte Besserung der Wirtschaftslage. Die Parameter Umsatz, Aufträge und Gewinnspannen sind besser als im Vorjahr. Die relative Schönwetterlage hat aber ihren Preis, da über ein Drittel der Unternehmen eine zu niedrige Gewinnspanne erzielt.

Der starke Franken ist für 12,4 % der befragten Walliser Unternehmen ein Segen, aber für 62,8 % bleibt er ein Problem. Sie kämpfen auf den Märkten: mehr als die Hälfte musste die Preise zu Lasten der Gewinnspanne senken und verstärkt nach neuen Märkten suchen. Nur ein winziger Teil der Unternehmen sieht in Produktionsverlagerung und Lohnkürzungen einen Ausweg und wenn, lediglich als letztes Mittel.

Doc2

Die Unternehmenshemmnisse sind dieselben wie im Vorjahr. Bei 58,5 % der Befragten führt die fehlende Nachfrage, gefolgt von Rahmenbedingungen und Gesetzgebung mit 39,6 %. Dieses Resultat blieb im Vergleich zu 2015 stabil, ebenso die Anzahl der Unternehmen (15,3 %) die über keine nennenswerten Hemmnisse klagen.

Doc3

Insgesamt haben 113 Unternehmen auf die Umfrage geantwortet. Davon 10 aus dem Primär- (8.85%), 53 aus dem Sekundär- (46.90%) und 50 aus dem Tertiärsektor (44.25%). Ein Drittel der befragten Unternehmen ist im Export tätig, ein Viertel sind Zulieferbetriebe. 46.43% der Unternehmen beschäftigen zwischen 10 und 49 Angestellte, 21.43% zwischen 50 und 249, 19.64% zwischen 1 und 9, sowie 12.50% mehr als 250.