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Monatliche Kurzanalyse für den Kanton Wallis

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Monatliche Kurzanalyse für den Kanton Wallis

Bauwirtschaft im Kanton Wallis

Zur Walliser Bauwirtschaft zählen die Branchen Hochbau (Errichtung von Gebäuden), Tiefbau (allen voran Strassenbau) sowie das Ausbaugewerbe (beispielsweise Maler oder Elektroinstallateure). Die letzten beiden sind sowohl im Hoch- als auch Tiefbaubereich tätig.

Aktuelle Lage

  • Das Baugewerbe zeichnete im Jahr 2016 für 7.6 Prozent der gesamten nominalen Wertschöpfung im Kanton Wallis verantwortlich. Davon entfielen 36 Prozent auf Unternehmen der Branche Hochbau während der Tiefbau nur gerade 5 Prozent ausmachte. Die grösste Teilbranche ist somit das Ausbaugewerbe und die vorbereitenden Baustellenarbeiten (59%).
  • Die Baubewilligungen der ersten vier Monaten des laufenden Jahres sind im Vergleich zur Vorjahresperiode um 18 Prozent gesunken. Positiv stimmte jedoch, dass die Baugesuche im Hochbau von Januar bis April 2017 im Vergleich zur Vorjahresperiode gewachsen sind (+8%).
  • Anders gibt sich das Bild für den Tiefbau. Während die Baugesuche im Jahr 2016 auf sehr hohem Niveau rückläufig waren, lagen die Walliser Baubewilligungen dieser Bauart deutlich im Plus. Allerdings sind die absoluten Niveaus sehr viel kleiner als im Hochbau.

Bauwirtschaft_Hochbau_Juni2017 Bauwirtschaft_Tiefbau_Juni2017

Jahresmittelwert in Mio. CHF
Quelle: Fahrländer Partner, BAKBASEL
 

Aussichten

  • Das vergangene Jahr war geprägt von einem deutlichen Rückgang der realen Wertschöpfung in der Walliser Bauwirtschaft (-5.7%), welcher durch die Folgen der Zweitwohnungsinitiative hervorgerufen wurde.
  • Aufgrund der Signale von Seiten der Baubewilligungen sind die Aussichten für das Jahr 2017 ebenfalls pessimistisch. Zwar dürfte sich der Abwärtstrend verlangsamen, aber die reale Wertschöpfung wird nach unseren Einschätzungen nochmals sinken (-1.4%). Dabei dürften alle drei Unterbranchen von diesem Rückgang betroffen sein.
  • Ab dem Jahre 2018 dürfte sich dann eine spürbare Erholung einstellen. Diese Einschätzung wird einerseits von den zugrundeliegenden Baugesuchen, aber auch von den einem dynamischen Bevölkerungsentwicklung (2018:+1.2%) untermauert. Vor dem Hintergrund dieser Erholung dürfte ab dem Jahr 2018 auch die Zahl der Stellen in der Walliser Bauwirtschaft wieder zunehmen.

BeschaeftigteVollzeitaequivalente-Juni2017RealeBruttowertschoepfung-Juni2017

ø Veränderung p.a. in %
Quelle: BFS, BAKBASEL