Allgemein, Wirtschaftsinformation

Walliser Konjunktur im April 2011

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Verlangsamung der  Walliser Wirtschaftsentwicklung als Folge der abgeschwächten Auslandsnachfrage

Nach einem dynamischen Start der Walliser Wirtschaft in das Jahr 2011 (Januar: +3.2%, Februar: +2.6%) zeigte sich in der jüngsten Vergangenheit ein deutliches Nachlassen des Wirtschaftswachstums. Schon im März 2011 konnte die Wirtschaftsleistung gegenüber der Vorjahresperiode lediglich um rund 1 % gesteigert werden. Für den Berichtsmonat April 2011 lassen die Ergebnisse des Walliser Konjunkturindikators sogar nur noch auf einen Anstieg der regionalen Wirtschaftsleistung um 0.7% schliessen. Hauptgrund für die nachlassende Wirtschaftsdynamik ist die abgeschwächte Auslandsnachfrage – nicht zuletzt als Folge des starken Schweizer Frankens.

Rückgang der Walliser Warenausfuhren

Im Berichtsmonat April gingen die wertmässigen Warenausfuhren aus dem Wallis gegenüber der Vorjahresperiode nominal um 2.8 % zurück. Massgeblich für die rückläufige Entwicklung ist der Exporteinbruch in der für die Walliser Exportindustrie dominierenden Branche «Chemie/Pharma». In der chemisch-pharmazeutischen Industrie wurde bei den  Warenausfuhren ein nominaler Rückgang um rund 14 % registriert. Ganz anders verlief die Entwicklung in den beiden anderen wichtigen Exportbranchen des Wallis: Die Warenausfuhren der Metallindustrie (+19.2%) und insbesondere der Maschinenindustrie (+37%) legten markant zu.

Walliser Bauwirtschaft weiter auf Kurs

Die Walliser Bauwirtschaft ist gegenwärtig in guter Verfassung. Gemäss den Angaben des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV) konnte die Bautätigkeit im Wallis im ersten Quartal 2011 gegenüber der Vorjahresperiode um kräftige 9.4 % gesteigert werden. Auch die Indikatoren für das zweite Quartal zeigen ein positives Bild: Sowohl die Arbeitsvorräte (+7.4%) als auch die Bauvorhaben (+31.9%) liegen deutlich über dem Vorjahresniveau. Dabei deuten die vorhandenen Indikatoren sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau gleichermassen auf eine positive Entwicklung hin.

Stabile Tourismusnachfrage im April dank dynamischer Binnennachfrage

Nach spürbaren Nachfrageeinbrüchen in der Walliser Hotellerie in den ersten drei Monaten des Jahres, konnte im Berichtsmonat April wieder ein leichter Anstieg der Tourismusnachfrage beobachtet werden. Insgesamt legte die Zahl der Hotelübernachtungen um 0.3 % zu. Erfreulich entwickelten sich wie schon in den vergangenen Monaten die Nachfrage aus der Schweiz sowie jene aus den Fernmärkten Asien und Nordamerika. Weiterhin stark rückläufig zeigte sich die Nachfrage aus den westeuropäischen Märkten.

Über die gesamte vergangene Wintersaison betrachtet (November 2010 bis April 2011), ging die Zahl der Übernachtungen in Walliser Hotels um 4.5 % zurück. Dabei legte die Binnennachfrage leicht zu (+1.4%), während die Nachfrage aus dem Ausland einen deutlichen Einbruch erlitt (-9.5%).

Weiterer Rückgang der Arbeitslosenquote

Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote lag im Berichtsmonat April im Wallis bei 3.6 % und damit um 0.3 % tiefer als noch im ersten Quartal 2011. Noch deutlicher zeigt sich die Entspannung auf dem Walliser Arbeitsmarkt beim Vergleich mit der Vorjahresperiode: Die Zahl der Arbeitslosen sank um rund 21 %.