Wirtschaftsinformation

Walliser Konjunktur im Dezember 2011

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Walliser Wirtschaft zum Jahresende mit Rückgang

Zum Jahresende 2011 musste die Walliser Wirtschaft einen Dämpfer hinnehmen. Die Ergebnisse des Walliser Konjunkturindikators lassen für das 4. Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahresquartal auf einen Rückgang der regionalen Wirtschaftsleistung um 0.3 % schliessen. Für den Berichtsmonat Dezember resultierte gar ein Minus von 0.7 %. Nachdem die Walliser Wirtschaft in den ersten drei Quartalen des Jahres 2011 expandieren konnte, scheint die schwierige konjunkturelle Lage mit dem starken Franken und einer abgeschwächten Weltkonjunktur die Walliser Wirtschaft gegen Jahresende endgültig erfasst zu haben.

Einbruch der nominalen Warenexporte

Ein heftiger Einbruch resultierte im 4. Quartal 2011 insbesondere in der Walliser Exportindustrie: Die nominellen Walliser Warenexporte gingen gegenüber dem Vorjahresquartal um kräftige 14.3 % zurück. Die grossen Walliser Exportbranchen büssten gegenüber der Vorjahresperiode allesamt mehr als 10 % ein: Am deutlichsten zeigte sich der Exportrückgang beim Maschinenbau (-19.8%). Die nominalen Ausfuhren der chemisch-pharmazeutischen Industrie gingen um 13.7 % zurück, jene der Metallindustrie um 10.2 %.

Bauwirtschaft als Stabilisator

Das Baugewerbe war gegen Jahresende ein wichtiger Stabilisator für die Walliser Wirtschaft. Während die Exportindustrie und der Tourismus gegenwärtig schwierige Zeiten durchleben, kann die Walliser Bauwirtschaft mit positiven Wachstumsraten aufwarten. Die Auftragsbücher waren für das 4. Quartal 2011 gut gefüllt: Gemäss den Angaben des Schweizerischen Baumeisterverbandes lagen die Arbeitsvorräte für das Schlussquartal im Wallis um 19.7 % über dem Vorjahresniveau.

Walliser Hotellerie leidet unter rückläufiger Auslandsnachfrage

Die Walliser Tourismuswirtschaft hat bei der gegenwärtigen Frankenstärke einen schweren Stand. Im 4. Quartal 2012 ging die Zahl der Übernachtungen in Walliser Hotels gegenüber der Vorjahresperiode um 5.5  % zurück. Während sich die Binnennachfrage noch relativ erfreulich präsentierte (+1.2%) ist die Auslandsnachfrage regelrecht eingebrochen. Die Zahl der Hotelübernachtungen von Gästen aus dem Ausland ging um 14.6 % zurück. Besonders stark rückläufig zeigte sich die Nachfrage aus den wichtigen westeuropäischen Herkunftsmärkten. So resultierte beispielsweise bei den Gästen aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich jeweils ein Minus von rund 20 %.

Verhaltener Anstieg der Arbeitslosenquote

Im Dezember 2011 stieg die Arbeitslosenquote saisonbedingt von 3.9 auf 5.3 % an. Auch saisonbereinigt zeigte sich ein Anstieg um 0.2 %. Zwar lag die Zahl der Arbeitslosen im Berichtsmonat Dezember noch immer unter der Vorjahresmarke (-1.2%) der Verlauf über die letzten Monate zeigt aber, dass die sich eintrübende Konjunktur langsam aber sicher auch auf den Arbeitsmarkt durchschlägt.