Wirtschaftsinformation

Walliser Konjunktur im Januar 2012

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Walliser Wirtschaft zum Jahresauftakt mit Stagnation

Nach einem schwierigen Jahresende 2011 zeigte sich die Walliser Wirtschaftsentwicklung auch zum Jahresauftakt 2012 wenig erfreulich. Die Ergebnisse des Walliser Konjunkturindikators lassen für den Berichtsmonat Januar 2012 auf eine Stagnation schliessen (+0.1%). Belastend wirkte insbesondere die schwache Tourismusnachfrage. Einen stabilisierenden Effekt hatte hingegen die Exportindustrie und dabei vor allem die chemisch-pharmazeutische Industrie.

Warenexporte im Plus

Nach einem heftigen Einbruch der Walliser Warenexporte im Schlussquartal 2011 (-14.3%) legte die Nachfrage nach Walliser Exportgütern zum Jahresauftakt wieder stark zu: Die nominellen Walliser Warenexporte stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 6.9 % an. Diese positive Entwicklung war in erster Linie dem deutlichen Exportwachstum der gewichtigen chemisch-pharmazeutischen Industrie geschuldet (+20.0%). Die beiden anderen grossen Walliser Exportbranchen waren diesbezüglich deutliche weniger erfolgreich: Die Ausfuhren der Warengruppe «Maschinen, Apparate, Elektronik» stagnierten, jene der Metallindustrie gingen sogar um 17.8 % zurück.

Bauwirtschaft mit Einbrüchen

Die Vorzeichen für das Baugewerbe, welches im Jahr 2011 ein wichtiger Stabilisator für die Walliser Wirtschaft war, haben sich für das erste Quartal 2012 deutlich eingetrübt. Gemäss den Angaben des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV) liegen die Arbeitsvorräte im Wallis für das Auftaktquartal 2012 um 8.0 % tiefer als im Vorjahresquartal. Noch deutlicher wird der Rückgang bei der Betrachtung der Bauvorhaben sichtbar, welche einen Rückgang im zweistelligen Bereich anzeigen.

Starker Franken belastet die Walliser Hotellerie schwer

Die Walliser Tourismuswirtschaft hat bei der gegenwärtigen Frankenstärke einen schweren Stand. Im Berichtsmonat Januar 2012 ging die Zahl der Übernachtungen in Walliser Hotels gegenüber dem Vorjahresmonat um 7.4  % zurück. Zwar präsentierte sich die Binnennachfrage stabil (+0.2%), die Auslandsnachfrage ist hingegen regelrecht eingebrochen. Die Zahl der Hotelübernachtungen von Gästen aus dem Ausland ging um 14.4 % zurück. Besonders stark rückläufig zeigte sich die Nachfrage aus den wichtigen westeuropäischen Herkunftsmärkten. So resultierte beispielsweise bei den Gästen aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich jeweils ein Minus von mehr als 20 Prozent.

Arbeitsmarkt noch stabil

Im Januar 2012 lag die Arbeitslosenquote im Wallis bei 5.3 % und damit genau gleich hoch wie zum Jahresende 2011. Zwar lag die Zahl der Arbeitslosen im Berichtsmonat Januar 2012 noch immer leicht unter der Vorjahresmarke (-0.5%), der Verlauf über die letzten Monate zeigt aber, dass die sich eintrübende Konjunktur langsam aber sicher auch auf den Arbeitsmarkt durchschlägt.