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Walliser Konjunktur im Juli 2011

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Moderates Wirtschaftswachstum im Juli 2011

Nach einem ausgezeichneten Start in das Jahr 2011 zeichnete sich in der Walliser Wirtschaft in den letzen Monaten eine deutliche Verlangsamung ab. Während im ersten Quartal noch einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1.9 % resultierte, konnte im zweiten Quartal nur noch ein Anstieg um 0.7 % registriert werden. Für den Berichtsmonat Juli deuten die Ergebnisse des Walliser Konjunkturindikators auf ein moderates Wirtschaftswachstum hin: Die kantonale Wirtschaftsleistung dürfte um 0.8 % zugelegt haben.

Exportwirtschaft mit Zwischenhoch

Positive Impulse kamen im Juli vor allem aus der Exportgüterindustrie. Während die Walliser Exportentwicklung noch im zweiten Quartal als Folge des starken Frankens negativ verlief, konnten die Auslandsabsätze im Juli 2011 wieder gesteigert werden. Im Berichtsmonat konnte im Vergleich zum Vorjahresquartal ein markanter Anstieg der nominalen Exporte um 12.8 % registriert werden. Als Treiber dieser positiven Entwicklung kann die chemisch-pharmazeutische Industrie ausgemacht werden. Sie war im Juli für gut 60 % der gesamten nominalen Warenexporte verantwortlich und konnte ihre Auslandsabsätze um 19.7 % steigern. Die beiden anderen wichtigen Walliser Exportbranchen konnten hingegen nur leicht zulegen: Die Ausfuhren der Warengruppe «Maschinen, Apparate und Elektronik» legten um 2.2 % zu, jene der «Metalle» um 0.5 %.

Walliser Bauwirtschaft läuft rund

Die Walliser Bauwirtschaft ist weiter auf Kurs. Nach einem kräftigen Anstieg der Bautätigkeit in den ersten beiden Quartalen 2011 (Q1:+19%; Q2:+8.2%), deuten die vorhandenen Indikatoren auch für das dritte Quartal auf eine erfreuliche Entwicklung hin. Gemäss den Angaben des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV) liegen sowohl die Arbeitsvorräte (+2.5%) als auch die Bauvorhaben (+5.8%) deutlich über dem Vorjahresniveau. Dabei deuten die vorhandenen Indikatoren im Hochbau auf eine sehr dynamische und im Tiefbau auf eine rückläufige Entwicklung hin.

Verregneter Juli bring kräftige Einbrüche bei der Tourismusnachfrage

Im Juli 2011 ging die Zahl der Hotelübernachtungen im Wallis um kräftige 8.0 % zurück. Erstmals in diesem Jahr musste dabei auch bei den Schweizer Gästen ein deutlicher Rückgang registriert werden (-8.3%). Wichtigster Grund für diesen Einbruch bei der Inlandsnachfrage war das schlechte Wetter, welches viele, die normalerweise kurzfristig buchen, davon abhielt, ins Wallis zu reisen. Bei der Auslandsnachfrage (-7.7%) war es insbesondere die schwindende Nachfrage aus Westeuropa, welche zu einem Rückgang führte. Von Gästen aus Westeuropa wurden im Juli 2011 11.0 % weniger Hotelübernachtungen registriert als im Vorjahresmonat.

Arbeitsmarkt weiter stabil

Im Berichtsmonat Juli lag die Arbeitslosenquote im Wallis wie schon in den drei Monaten zuvor saisonbereinigt bei 3.6 % und damit um 0.3 % tiefer als im Durchschnitt des ersten Quartals. Die sich abschwächende Wirtschaftsdynamik im Kanton hat sich also noch nicht auf den regionalen Arbeitsmarkt ausgewirkt.