Wirtschaftsinformation

Walliser Konjunktur im Juni 2011

Event

vignette 1

starkvernetzt_300x250_DE

Vignette 2

Prise de position

pressemitteilungen

stellungnahmen

Deutliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal 2011

Nachdem die Walliser Wirtschaft ausgezeichnet in das Jahr 2011 gestartet war, zeichnete sich in der jüngsten Vergangenheit eine deutliche Verlangsamung ab. Nach Wachstumsraten um die 3 % in den ersten beiden Monaten des Jahres, brachte schon der März nur noch einen Anstieg um rund 1 % mit sich. Im zweiten Quartal (April bis Juni) legte die Walliser Wirtschaftsleistung gegenüber der Vorjahresperiode nur noch um 0.7 % zu. Für den Berichtsmonat Juni lassen die Ergebnisse des Walliser Konjunkturindikators sogar beinahe auf eine Stagnation schliessen (+0.1%).

Walliser Warenausfuhren gehen leicht zurück

Ein zentraler Grund für die nachlassende Wirtschaftsdynamik im Kanton Wallis sind die fehlenden Impulse aus der Auslandsnachfrage als Folge des starken Frankens. Im 2. Quartal 2011 gingen die nominalen Warenexporte aus dem Wallis im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1.5 % zurück. Zwar konnten von den drei wichtigsten Walliser Exportbranchen der Maschinenbau und die Metallindustrie ihre Absätze im Ausland deutlich steigern: Die Ausfuhren der Warengruppe «Maschinen, Apparate und Elektronik» legten um 17.6 % zu, jene der «Metalle» gar um 18 %. In der chemisch-pharmazeutischen Industrie hingegen, welche die mit Abstand gewichtigste Exportbranche des Wallis darstellt, musste  ein kräftiger Rückgang (-10.5%) hingenommen werden.

Walliser Bauwirtschaft als Konjunkturstütze

Die Walliser Bauwirtschaft ist angesichts der angespannten Lage bei der Exportwirtschaft und im Tourismus zu einer wichtigen Konjunkturstütze geworden. Nach einem kräftigen Anstieg der Bautätigkeit im ersten Quartal 2011, deuten die vorhandenen Indikatoren auch für das zweite Quartal auf eine erfreuliche Entwicklung hin. Gemäss den Angaben des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV) liegen sowohl die Arbeitsvorräte (+7.4%) als auch die Bauvorhaben (+31.9%) deutlich über dem Vorjahresniveau. Dabei signalisieren die vorhandenen Indikatoren sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau gleichermassen einen positiven Trend.

Deutlich rückläufige Auslandsnachfrage im Walliser Tourismus

Im zweiten Quartal 2011 ging die Zahl der Hotelübernachtungen im Wallis um 1.1 % zurück.
Die verschiedenen Herkunftsmärkte entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich. Schweizerinnen und Schweizer blieben dem Wallis als Feriendestination treu: Die Zahl der Hotelübernachtungen von Gästen aus der Schweiz legte zwischen April und Juni im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3.1 % zu. Auch die Nachfrage aus den Fernmärkten wie beispielsweise Asien (+2.2%), Nordamerika (+7.0%) oder Osteuropa (+15.5%) legte weiter zu. Ganz anders hingegen präsentierte sich die Situation bei der Nachfrage aus Westeuropa: Die Zahl der Hotelübernachtungen von Gästen aus den westeuropäischen Ländern, welche rund 40 % der Gesamtnachfrage ausmachen, ging um kräftige 7.7 % zurück. Insgesamt nahm die Zahl der Hotelübernachtungen von Ausländerinnen und Ausländern um 4.7 % ab.

Arbeitsmarkt noch stabil

Im Berichtsmonat Juni lag die Arbeitslosenquote im Wallis wie schon in den beiden Monaten zuvor saisonbereinigt bei 3.6 % und damit um 0.3 % tiefer als im Durchschnitt des ersten Quartals. Die sich abschwächende Wirtschaftsdynamik im Kanton hat sich also noch nicht auf den regionalen Arbeitsmarkt ausgewirkt.