Wirtschaftsinformation

Walliser Konjunktur im Juni 2012

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Abwärtstrend der Walliser Wirtschaft setzt sich fort

Der Walliser Konjunkturindikator deutet sowohl im Berichtsmonat Juni als auch im gesamten zweiten Quartal 2012 auf eine rückläufige Walliser Wirtschaftsleistung hin (Juni: -0.4%, 2.Quartal 2012: -0.8%). Der Abwärtstrend zeigt sich bereits seit März diesen Jahres, wobei das Ausmass der Rückgänge im Mai (-0.5%) und Juni geringer ausgefallen ist als noch im März (-2.3%) und April (-1.6%).

Rückläufige Warenexporte

Die ausländische Nachfrage nach Walliser Güter ist im 2. Quartal 2012 um 3.2 % zurückgegangen (Juni: -3.4%). Dabei entwickelten sich die wichtigsten Walliser Exportbranchen sehr unterschiedlich. Die sehr bedeutende chemisch-pharmazeutische Industrie konnte die nominalen Exporte deutlich steigern (+7.5%). Die Ausfuhren der Metallindustrie hingegen sind geschrumpft (-13.3%). Am härtesten hat es die Warengruppe «Maschinen, Apparate, Elektronik» getroffen, deren Exporte um rund 40 % eingebrochen sind.

Tiefbau besser als Hochbau

Die Indikatoren des Schweizerischen Baumeisterverbandes zeichnen für die Walliser Bauwirtschaft im zweiten Quartal 2012 ein uneinheitliches Bild: Die Arbeitsvorräte deuten auf einen Rückgang und die Bauvorhaben auf ein Wachstum der Walliser Bauindustrie hin. Zudem zeigen die Arbeitsvorräte für den Hochbau eine deutlich negative Entwicklung und für den Tiefbau eine Stagnation, während die Bauvorhaben für den Hochbau ebenfalls auf ein deutliches Minus aber für den Tiefbau auf ein starkes Wachstum hindeuten.

Weiterhin schwierige Lage im Walliser Tourismus

Nachdem die Nachfrage nach Hotelübernachtungen im Wallis bereits im 1. Quartal 2012 deutlich negativ ausfiel
(-6.1%), gab es auch im  zweiten Quartal keine Verbesserung der Situation: Die Zahl der Hotelübernachtungen ging im 2. Quartal 2012 um deutliche 8.7 % zurück, wobei nicht nur die ausländischen Gäste (-13.4%), sondern auch Schweizerinnen und Schweizer (-3.5%) zu diesem Ergebnis beigetragen haben. Hinsichtlich der ausländischen Gäste kam das deutlichste Minus wiederum aus den westeuropäischen Märkten (-18.3%), während der asiatische Markt deutlich zulegen konnte. Das grösste Problem für den Walliser Tourismus besteht weiterhin in der anhaltenden Frankenstärke.

Saisonbedingter Rückgang der Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote im Wallis lag im zweiten Quartal 2012 bei 3.7 %. Im Berichtsmonat Juni zeigt sich die Walliser Arbeitslosenquote im Vergleich zur gesamten Schweiz nur leicht höher (VS: 3.3%, CH: 2.9%). Im Vergleich zum Vorquartal ist die Arbeitslosenquote im Wallis um 1.1 % zurückgegangen. Der Rückgang der Arbeitslosenquote war dabei auf saisonale Effekte zurückzuführen.