Wirtschaftsinformation

Walliser Konjunktur im November 2011

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Walliser Wirtschaft stagniert

Die Ergebnisse des Walliser Konjunkturindikators lassen für den November 2011 auf eine Stagnation der regionalen Wirtschaftsleistung schliessen (+0.0%). Nachdem die Walliser Wirtschaft in den ersten drei Quartalen des Jahres 2011 jeweils expandieren konnte, scheint die schwierige konjunkturelle Lage mit dem starken Franken und einer abgeschwächten Weltkonjunktur gegen Jahresende 2011 auch die Walliser Wirtschaft erfasst zu haben.

Kräftiger Rückgang der nominalen Warenexporte

Die Walliser Exportindustrie musste im Berichtsmonat November 2011 einen deutlichen Einbruch hinnehmen. Die nominellen Walliser Warenexporte gingen gegenüber dem Vorjahresmonat um kräftige 11.7 % zurück. Die grossen Walliser Exportbranchen büssten gegenüber der Vorjahresperiode allesamt mehr als 10 % ein: Am deutlichsten zeigte sich der Exportrückgang beim Maschinenbau (-20.0%). Die nominalen Ausfuhren der Metallindustrie gingen um 15.8 % zurück, jene der chemisch-pharmazeutischen Industrie um 10.7 %.

Bauwirtschaft als Stabilisator

Während die Exportindustrie und der Tourismus gegenwärtig schwierige Zeiten durchleben, kann die Walliser Bauwirtschaft mit positiven Wachstumsraten aufwarten. Sie wird damit zu einem wichtigen Stabilisator für die Walliser Wirtschaft. Die Auftragsbücher waren für das vierte Quartal 2011 gut gefüllt: Gemäss den Angaben des Schweizerischen Baumeisterverbandes lagen die Arbeitsvorräte für das Schlussquartal im Wallis um 19.7 % über dem Vorjahresniveau. Dabei zeigten sich zwischen dem Hoch- und dem Tiefbau deutliche Unterschiede. Die Arbeitsvorräte waren im Tiefbau um mehr als 30 % über dem Vorjahresniveau, im Hochbau hingegen um knapp 8 % darunter.

Tourismus: Schwieriger Start in die Wintersaison

Der Walliser Tourismuswirtschaft ist der Auftakt in die Wintersaison 2011/2012 misslungen. Im Berichtsmonat November ging die Zahl der Übernachtungen in Walliser Hotels gegenüber dem Vorjahresmonat um 8.9  % zurück. Der im November noch fehlende Schnee und der starke Franken haben also deutliche Spuren hinterlassen. Während sich die Binnennachfrage noch relativ solide präsentierte (-0.8%) ist die Auslandsnachfrage regelrecht eingebrochen. Die Zahl der Hotelübernachtungen von Gästen aus dem Ausland ging um 26.3 % zurück. Dabei kamen aus allen wichtigen Auslandsmärkten deutlich weniger Gäste als im Vorjahresmonat.

Verhaltener Anstieg der Arbeitslosenquote

Im November 2011 stieg die Arbeitslosenquote saisonbedingt von 3.5 auf 3.9 % an. Aber auch saisonbereinigt zeigte sich ein leichter Anstieg um 0.1 %. Zwar lag die Zahl der Arbeitslosen noch immer deutlich unter der Vorjahresmarke (-7.3%) der Verlauf über die letzten Monate zeigt aber, dass sich die eintrübende Konjunktur langsam aber sicher auch auf dem Arbeitsmarkt auswirkt.