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Walliser Konjunktur im Oktober 2011

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Walliser Wirtschaft im Oktober 2011 erstmals seit 2 Jahren  wieder im Minus

Die Walliser Wirtschaft konnte sich im Oktober den ungünstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen mit einem starken Franken und nachlassender weltwirtschaftlicher Dynamik nicht mehr entziehen. Erstmals seit genau zwei Jahren weist der Walliser Konjunkturindikator wieder auf einen Rückgang des Walliser Bruttoinlandsprodukts hin. Für den Berichtsmonat Oktober 2011 deuten die Ergebnisse des Walliser Konjunkturindikators darauf hin, dass die kantonale Wirtschaftsleistung um 0.1 % zurückging.

Warenexporte gehen deutlich zurück

Die Walliser Exportindustrie musste im Berichtsmonat Oktober einen deutlichen Einbruch hinnehmen. Die nominellen Walliser Warenexporte gingen gegenüber dem Vorjahresmonat um kräftige 12.8 % zurück. Die grossen Walliser Exportbranchen büssten allesamt ein, allerdings in unterschiedlichem Ausmass. Während die chemisch-pharmazeutische Industrie (-1.8%) und die Metallindustrie (-5.0%) moderate Rückgänge verzeichneten, brach die Auslandsnachfrage der Maschinenindustrie geradezu weg: Die Ausfuhren der Warengruppe «Maschinen, Apparate und Elektronik» verringerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 31.3 %.

Unterschiedliche Signale aus der Walliser Bauwirtschaft

Im bisherigen Jahresverlauf zeigte sich die Walliser Bauwirtschaft äusserst dynamisch. In den ersten drei Quartalen des Jahres legte die Bautätigkeit gemäss den Angaben des Schweizerischen Baumeisterverbandes gegenüber der Vorjahresperiode um 6.9 % zu. Vor allem im Hochbau waren deutliche Zuwächse zu beobachten (+16.2%). Allerdings zeigte sich im Jahresverlauf eine deutliche Abschwächung der Dynamik. Für das vierte Quartal zeichnen die vorhandenen Indikatoren kein einheitliches Bild: Während die Arbeitsvorräte des Walliser Baugewerbes für das 4. Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 19.7 % zugelegt haben, deuten die Bauvorhaben (-2.9%) auf ein leichtes Minus im Baugewerbe hin.

Tourismussektor leidet unter starkem Franken

Im Oktober 2011 ging die Zahl der Hotelübernachtungen im Wallis um kräftige 6.2 % zurück. Besonders stark eingebrochen ist dabei die Auslandsnachfrage. Die Zahl der Hotelübernachtungen ausländischer Gäste lag im August um 11.9 % tiefer als im Vorjahresmonat. Rückgänge mussten aus fast allen Herkunftsmärkten hingenommen werden, die deutlichsten Einbussen wurden aber bei den westeuropäischen Herkunftsländern registriert (-17.5%). Auch aus den USA (-5.6%) kamen deutlich weniger Gäste ins Wallis. Die Binnennachfrage war zwar stabiler als die Auslandsnachfrage, dennoch ging auch die Zahl der Hotelübernachtungen von Gästen aus der Schweiz um 3.8 % zurück.

Arbeitsmarkt noch stabil

Die Arbeitslosenquote im Wallis lag saisonbereinigt bei 3.7 % und war damit gleich hoch wie im Vormonat. Die Trendwende ist also im Berichtsmonat noch nicht auf dem Walliser Arbeitsmarkt angekommen, es ist aber zu befürchten, dass die kommenden Monate eine steigende Arbeitslosenquote mit sich bringen.