Wirtschaftsinformation

Walliser Konjunktur im September 2011

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Walliser Wirtschaft legt im dritten Quartal  2011 um 0.9 %  zu

Die Walliser Wirtschaft konnte in der jüngsten Vergangenheit trotz ungünstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen weiter expandieren. Für das dritte Quartal 2011 deuten die Ergebnisse des Walliser Konjunkturindikators darauf hin, dass die kantonale Wirtschaftsleistung um 0.9 % gesteigert werden konnte.
Für den Berichtsmonat September lassen die Ergebnisse des Walliser Konjunkturindikators auf einen Anstieg des realen BIP um 0.8 % schliessen.

Exportwirtschaft trotzt dem starken Franken

Die Walliser Exportindustrie konnte ihren Absatz im Ausland trotz nachlassender Weltkonjunktur und starkem Franken deutlich steigern. Die nominellen Walliser Warenexporte legten im dritten Quartal insgesamt um 9.6 % zu. Die grossen Walliser Exportbranchen erreichten dabei sehr unterschiedliche Resultate: Deutlich zulegen konnte die chemisch-pharmazeutische Industrie, welche ihre Warenexporte um 17.8 % steigern konnte. Die Maschinenindustrie und die Metallindustrie hingegen erlitten bei den Exporten einen leichten Rückgang: Die Ausfuhren der Warengruppe «Maschinen, Apparate und Elektronik» verringerten sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 2.0 %, jene der Metalle um 0.2 %.

Walliser Bauwirtschaft im Hoch

Die Walliser Bauwirtschaft ist weiter auf Kurs. Nach einem kräftigen Anstieg der Bautätigkeit in den ersten beiden Quartalen 2011 (Q1:+19%; Q2:+8.2%), deuten die vorhandenen Indikatoren auch für das dritte Quartal auf eine erfreuliche Entwicklung hin. Gemäss den Angaben des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV) liegen sowohl die Arbeitsvorräte (+2.5%) als auch die Bauvorhaben (+5.8%) deutlich über dem Vorjahresniveau. Dabei deuten die vorhandenen Indikatoren im Hochbau auf eine sehr dynamische und im Tiefbau auf eine rückläufige Entwicklung hin. Vor allem im Wohnungsbau ist dank tiefen Zinsen weiterhin von einer dynamischen Entwicklung auszugehen.

Schwieriger Sommer für den Walliser Tourismus

In den drei für den Tourismus wichtigen Sommermonaten Juli bis September ging die Zahl der Hotelübernachtungen im Wallis gegenüber der Vorjahresperiode um kräftige 6.5 % zurück. Besonders stark eingebrochen ist dabei die Auslandsnachfrage: Die Zahl der Hotelübernachtungen ausländischer Gäste lag im dritten Quartal um 9.0 % tiefer als im Vorjahresquartal. Rückgänge mussten aus fast allen Herkunftsmärkten hingenommen werden, die deutlichsten Einbussen wurden aber bei den westeuropäischen Herkunftsländern (-11.6%) und bei den Gästen aus den USA (-10.2%) registriert. Die Binnennachfrage war zwar stabiler als die Auslandsnachfrage, dennoch ging auch die Zahl der Hotelübernachtungen von Gästen aus der Schweiz zwischen Juli und September um kräftige 3.8 % zurück.

Arbeitsmarkt weiter stabil

Im dritten Quartal 2011 lag die Arbeitslosenquote im Wallis saisonbereinigt bei 3.6 % und damit genau gleich hoch wie im zweiten Quartal. Im Vergleich zur Vorjahresperiode zeigt sich die deutliche Entspannung des Walliser Arbeitsmarktes in den letzten 12 Monaten. Die Zahl der Arbeitslosen ging im Vergleich zum dritten Quartal 2010 um 14.4 % zurück.